Winzergemeinschaft Franken mit RegentPreis ausgezeichnet

 

In der Kategorie "Winzergenossenschaften und Kellereien" zeichnete Staatssekretärin Klöckner auf der Grünen Woche die Winzergemeinschaft Franken eG (GWF) als beste beste Regent-Weinerzeuger aus. Damit macht sie auf die Besonderheit dieser pilzwiderstandsfähigen Rebsorte aufmerksam, die am Julius Kühn-Institut Geilweilerhof (JKI), einer Forschungseinrichtung des Ministeriums, gezüchtet wurde. "Die junge Rebsorte Regent ist derzeit eine der bedeutendsten Rebsorten weltweit, die nicht nur gegen wichtige Pilzkrankheiten der Rebe eine große Toleranz besitzt, sondern auch vorzügliche Rotweine hervorbringt", erklärte die Staatssekretärin.

Seit dem vergangenen Jahr ist der RegentPreis des Julius Kühn-Instituts als Weinwettbewerb anerkannt. Winzer haben zweimal jährlich die Möglichkeit, Qualitätsweine der Rebsorte Regent für den internationalen Wettbewerb einzureichen, um die Qualitätsauszeichnung in Gold, Silber und Bronze zu erhalten. Den Wettbewerb führt das JKI in enger Kooperation mit der DLG TestService GmbH durch. Der RegentPreis in Gold wurde 2009 insgesamt zwanzigmal vergeben. In den drei Kategorien "kleines Weingut", "großes Weingut" und "Winzergenossenschaft und Weinkellerei" erhalten die jeweils besten Erzeuger den Sonderpreis "Bester Regent Erzeuger".

"Wir sind stolz auf das Engagement der Winzer, Regent-Weine von hoher Qualität auszubauen. Winzer, die diese rote Rebsorte anbauen, müssen gegen Pilzkrankheiten in der Regel nur noch die Hälfte oder weniger Pflanzenschutzmittel anwenden. Wir sehen in dieser Entwicklung einen richtigen Schritt hin zu einer nachhaltigen Produktion", verdeutlicht Klöckner die Besonderheit dieser Rebsorte.

Der Regent ist aus einer 1967 durchgeführten Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin entstanden und hat 1995 die deutsche und 1996 die europäische Sortenzulassung erhalten. Mit insgesamt rund 2.200 Hektar Anbaufläche liegt der Regent inzwischen an der 6. Stelle des Rotweinanbaus in Deutschland. Da die Entwicklung einer neuen Rebsorte bis zur Marktreife mit 20 bis 30 Jahren extrem lange dauert, fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium die Entwicklung und Anwendung innovativer Züchtungsmethoden an dem Institut für Rebenzüchtung des JKI.

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